Für den Freerunner gibt es bald Maemo/Mer
Wie Vincenzo Ampolo bereits am 03. Mai in seinem Blog goshawk’s digital nest geschrieben hat, ist er sehr nahe dran, Maemo/Mer auf den Openmoko Freerunner zu portieren. Aber was ist der Vorteil von Mer gegenüber den anderen Distributionen, die es bereits für den Freerunner gib? Nach der Ankündigung von Openmoko CEO Sean Moss-Pultz, dass die Entwicklung des Nachfolgers GTA03 vorläufig eingestellt wird, war für Vincenzo klar, dass Openmoko erstmal und vermutlich auch niemals ein stabiles und voll funktionierendes Betriebssystem für den Freerunner entwickeln würde. Die aktuelle stabile Version der Distribution Om 2008.12 sei immer noch nicht für den täglichen Einsatz des Smartphones zu gebrauchen. Debian laufe zwar ebenfalls auf dem Freerunner, es würde aber gleich ein vollwertiger Desktop installiert werden, anstelle einer mobilen Variante. Android gebe es zwar auch für den Freerunner, dies sei ihm aber nicht offen genug.

Im 2. Teil des Linux-Comics Hackett and Bankwell benutzt Woody Hackett einen
Neo Freerunner. Über dessen Betriebssystem wird aber nichts gesagt.
© 2007 Intarcorp LTD unter CC-BY-NC-ND-3.0.
Maemo/Mer scheint für Vincenzo die Antwort auf sein Dilemma zu sein: Ein voll funktionierendes und breit unterstütztes Betriebssystem für mobile Geräte, das sich auf Ubuntu Jaunty kombiniert mit Nokias Maemo-Plattform stützt. Ein Ziel von Mer ist es, bereits existierende Desktop-Programme von Ubuntu an das Hildon Framework für Gnome Mobile anzupassen. Allerdings hat die Sache auch einen kleinen Haken: Da Maemo für Internet-Tabletts entwickelt wurde enthält Mer keine Software fürs Telefonieren. Doch die Telefonsoftware Zhone ist bereits nach Debian portiert und dürfte sich daher auch leicht unter Mer, das ja auf dem auf Debian basierendem Ubuntu beruht, installieren lassen. Wer Vincenzo bei diesem oder einem seiner nächsten Schritte unterstützen möchte, ist dazu übrigens herzlich von ihm eingeladen.
Geschrieben in Gnu/Linux



6. Mai 2009 um 16:54:46
tschuldigung, aber was schreibst du für einen mist?
Openmoko programmiert derzeit eine neue distribution die auf dem FSO framework basiert, es gibt desweiteren eine Debian distro die auf den internen speicher passt und ziemlich gut ist (fyp) und dann gibts noch die (IMO) beste distribution: SHR
nebenbei wird android auch schon aufs neo portiert.
da ist nirgendwo ein dilemma zu sehen, nichtmal ansatzweise
6. Mai 2009 um 17:20:24
Zum einen gebe ich hier den Blog-Eintrag von Vincenzo Ampolo wieder und für ihn scheint es schon ein Dilemma zu sein, sonst würde er sich die Arbeit der Portierung wohl nicht machen. Was ich nicht erwähnt habe ist, dass er Android für nicht offen genug hält.
Aufgrund deines freundlichen Hinweises habe ich den Artikel dahingehend nochmal überarbeitet. Ich hoffe, es kommt jetzt deutlicher heraus, dass ich den Blog-Eintrag von Vincenzo wiedergebe. Ich gebe dir recht, dass das in der ersten Fassung zu wischiwaschi war.
6. Mai 2009 um 17:39:25
Ich, selbst ein Freerunnerbenutzer, kann die Sache mit dem Dilemma gut bestätigen:
om2008.12 bringt z.B. keine Wlan gui mit, FYP (neovento) benötigt eine SWAP-File auf der µSD, QTextendet hat keinen Xserver, SHR hat mit jeder neuen Version ein neues Problem.
Das größte Problem ist, dass Linux ohne Hardware-Tastatur ein Abenteuer ist. Ein Smart-Phone-Betriebssystem muss auch ohne Terminal bedienbar sein.
Im Moment finde ich als Bastler SHR am besten.