VirtualBox unter openSUSE installieren
Seit der (zur Zeit aktuellen) Version 3.0.12 bietet Sun für die PUEL-Variante (VirtualBox Personal Use and Evaluation License) neben den bekannten Repositories für Debian-basierte Distributionen auch welche für RPM-basierte an — wie zum Beispiel für openSUSE 11.1/11.2, aber auch für Fedora/Red Hat und Mandriva. Bevor man das Repository hinzufügt, sollte man allerdings noch ein bisschen was vorbereiten. So braucht man die Kernel-Quellen und einen Compiler, falls sie noch nicht installiert sind. Die lassen sich in openSUSE schnell mit Zypper auf die Platte schaufeln:
zypper in kernel-default-devel kernel-source zypper in -t pattern devel_basis devel_C_C++
Anschließend fügt man das Repository von der VirtualBox-Homepage ins Verzeichnis /etc/zypp/repos.d/ ein. Dazu muss man aber Root-Rechte haben:
wget http://download.virtualbox.org/virtualbox/rpm/opensuse/11.1/virtualbox.repo && mv virtualbox.repo /etc/zypp/repos.d/virtualbox.repo
Außerdem braucht man noch einen Schlüssel für das Archiv:
wget -q http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian/sun_vbox.asc -O- | rpm --import -
Jetzt kann man VirtualBox mit Zypper einfach installieren:
zypper update && zypper in VirtualBox
Eventuell muss man noch ein passendes Kernelmodul für den aktuellen Kernel bauen. Aber auch das ist schnell erledigt:
/etc/init.d/vboxdrv setup
Geschrieben in Gnu/Linux


22. November 2009 um 17:20:24
die anleitung klingt sehr gut – aber ist das für nicht-cracks zu empfehlen? wenn ich was von “kernel” les, bzw. dem rumdoktern an selbigem, bekomm ich immer kalte füße. kann da was passieren?
und wie geht es dann weiter? wie kann man zb windows da virtuell dann installieren (dazu kann man das doch nutzen oder blamiere ich mich grade?^^#) und wie ist das dann mit den zugriffsrechten? also um sowas sinnvoll nutzen zu können, muss ja ein austauch zwischen den beiden systemen möglich sein (über konqui o.ä. am besten)
23. November 2009 um 00:38:52
Hallo,
auch als nicht Crack sollte die Installation wie ich sie hier beschreibe einfach gelingen. Den Quellcode des Kernels brauchst du nur, um ein Kernel-Modul zu kompilieren, das von VirtualBox benötigt wird. Mit dem Kernel selbst passiert nichts, da kannst du ganz unbesorgt sein.
Für die Installation von Windows brauchst du natürlich eine Installations-CD. Einen Einstieg in VirtualBox findest du zum Beispiel hier. Dateien zwischen Wirts- und Gastsystem kann man dann über einen gemeinsam genutzten Ordner realisieren.
Ich hoffe, dass ich dir ein bisschen weiterhelfen konnte.
26. November 2009 um 22:22:56
müssen die User nicht noch zur vbox-Gruppe hinzugefügt werden?
29. November 2009 um 22:20:22
Hallo,
das geschieht eigentlich automatisch bei der Installation wie ich sie oben beschrieben habe. Wenn nicht:
sudo adduser $USER vboxusers