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Debian muss mit — GNU/Linux in der VirtualBox 2

21. Oktober 2012 von Christian Imhorst

Im ersten Teil von Debian muss mit habe ich Debian in der VirtualBox aufgesetzt und mich mit Hilfe der IP-Adresse über SSH mit dem Server verbunden. Geholfen hat mit dabei PuTTY. Einziger Schönheitsmakel an der Geschichte ist bislang, dass ich die IP-Adresse 192.168.178.20 nehmen muss, um mich zu verbinden. Höchste Zeit also, der Box einen eigenen Namen zu geben. Eine Anleitung dazu gibt es bei HowtoForge oder hier.

In der aktuellen Konfiguration bekommt Debian die Netzwerkeinstellungen über DHCP. Als Server sollte es aber eine statische IP-Adresse benutzen. Dazu muss die Datei /etc/network/interfaces angepasst werden.

Wie man sieht, sind die beiden Zeilen mit “allow-hotplug” und “dhcp”, die schon in der Datei vorgegeben sind, auskommentiert, danach folgt die Definition für die statische IP-Adresse. Diese IP-Adresse wird bei anderen Installationen von Debian in der VirtualBox abweichen, welche IP-Adresse das Gast-System nutzt, findet man übrigens als Root mit dem Befehl ifconfig heraus. Entsprechend muss man die Einträge dann anpassen.

# The primary network interface
#allow-hotplug eth0
#iface eth0 inet dhcp
auto eth0
iface eth0 inet static
 address 192.168.178.20
 netmask 255.255.255.0
 network 192.168.178.0
 broadcast 192.168.178.255
 gateway 192.168.178.1

Anschließend startet man das Netzwerk neu.

/etc/init.d/networking stop
/etc/init.d/networking start

In der Datei /etc/hosts werden dann der Hostname und die IP-Adresse miteinander verheiraten.

Dazu fügt man eine Zeile mit der IP-Adresse auf der linken und dem Hostnamen auf der rechten Seite ein. Der Name ist dabei frei wählbar, ich habe mich für “DebianBox” entschieden, man kann aber auch Namen wie MeineSeite.de oder blog.Kunden-Homepage.de nehmen.

127.0.0.1       localhost
192.168.178.20  DebianBox
 
# The following lines are desirable for IPv6 capable hosts
::1     ip6-localhost ip6-loopback
fe00::0 ip6-localnet
ff00::0 ip6-mcastprefix
ff02::1 ip6-allnodes
ff02::2 ip6-allrouters

Der Name muss noch in die Datei /etc/hostname eingetragen werden, was mit einem kurzen Befehl geht:

echo DebianBox > /etc/hostname

Die Änderungen werden mit folgendem Befehl dann übernommen:

/etc/init.d/hostname.sh start

Anschließend sollte der Befehl hostname einmal ohne und einmal mit Parameter, hostname -f, dasselbe anzeigen, so wie in der Abbildung zu sehen.

Jetzt muss nur noch Windows als Wirts-System beigebracht werden, der IP-Adresse einen Hostnamen zuzuordnen, was man mit der lokal abgelegten Textdatei “hosts” macht, sie liegt unter %Systemroot%\system32\drivers\etc\. Die Windows-Hostdatei kann dazu benutzt werden, Hostnamen zu blocken oder weiterzuleiten, letzteres macht man als Administrator mit folgendem Eintrag in der Datei:

192.168.178.20   DebianBox

Das sieht dann insgesamt vielleicht so, wie auf der unten stehenden Abbildung aus.

Von nun an kann man den Web-Server und andere Netzwerkdienste nicht nur über die IP-Adresse, sondern auch über den Hostnamen erreichen.

Was nun noch fehlt, ist ein FTP-Server, um Dateien zwischen Wirt und Gast über ein FTP-Programm wie FileZilla auszutauschen.

Weiter mit Teil 3.

Geschrieben in Gnu/Linux, Windows

2 Antworten

  1. Nik

    Warum zum Henker FTP, wenn du offenbar schon lange SSH ausgepackt hast?

  2. Christian Imhorst

    Hi,

    danke für deinen Kommentar. Ich hoffe, ich konnte deine Frage in Teil 3 beantworten.

    Viele Grüße
    Christian