19. Dezember 2010 von Christian Imhorst
Für Ubuntu 10.04 „Lucid Lynx“ stellt der EeePC 901 von der Hardware her keine große Herausforderung dar. Allerdings musste ich bei dem Modell mit den zwei SSD-Festplatten zwei kleine Klippen umschiffen. Die erste waren nämlich gleich die beiden etwa 8 und 4 GB großen Festplatten. Wie partitioniert man sie am einfachsten, schnellsten und am besten gleich so, dass es zukünftig keine Probleme im Betrieb mit voll laufenden Partitionen gibt, und man ständig Daten hin und her schaufeln muss, damit das System am Laufen bleibt? Ich fand die Konstellationen Root- auf der einen, Home-Partition auf der anderen unglücklich, weil für mich 4 GB für die Root-Partition zu wenig, 8 GB aber zu viel waren. Mit verschiedenen Einhängepunkten über beide Platten verteilt zu jonglieren war mir zu kompliziert, also habe ich ein logisches Volumen über beide Platten eingerichtet und behandle sie wie eine große 12 GB Festplatte.
Die zweite Klippe war WLAN, denn entweder wollte es sich gar nicht verbinden, oder die Verbindung brach einfach ab. Dabei handelt es sich um einen Bug, der erst in Kernel 2.6.33 gefixt ist, in Lucid wird aber noch 2.6.32 verwendet. Es gibt wohl einen gepatchten Kernel für den EeePC 1000h, ich habe mich aber in diesem Fall für einen aktuelleren Kernel aus dem „Personal Package Archive“ (PPA) von Launchpad entschieden. Dazu habe ich das PPA zu meinen Quellen hinzugefügt,
sudo add-apt-repository ppa:kernel-ppa/ppa && sudo apt-get update |
sudo add-apt-repository ppa:kernel-ppa/ppa && sudo apt-get update
um anschließend den aktuelleren Kernel 2.6.35 zu installieren:
sudo apt-get install linux-headers-2.6.35-22 linux-headers-2.6.35-22-generic linux-image-2.6.35-22-generic |
sudo apt-get install linux-headers-2.6.35-22 linux-headers-2.6.35-22-generic linux-image-2.6.35-22-generic
Nach dem Neustart machte die WLAN-Verbindung keine Probleme mehr.
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24. November 2010 von Christian Imhorst
Das Vaio VGN-P11Z ist ein extrem kleines und extrem teures Notebook von Sony, das von seiner Form her eher an ein Kosmetikset oder an eine Tafel Schokolade erinnert und nicht an einen Computer. Dafür sieht es sehr schick aus, passt in jede Hand- oder Jackentasche und kann ohne größere Schwierigkeiten überall hin mitgenommen werden. Allerdings sind die super hohe Display-Auflösung und der langsame Atom-Prozessor sehr gewöhnungsbedürftig. Die Akku-Leistung ist mit etwa 2 1/2 Stunden auch nicht gerade berauschend. Im Auslieferungszustand ist Windows Vista das installierte Betriebssystem, was auf dem Rechner überhaupt keinen Spaß macht. Mit Gnu/Linux funktioniert es besser, weshalb ich Ubuntu 10.04 „Lucid Lynx“ installiert habe.
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14. Oktober 2010 von Christian Imhorst
Ich habe Lubuntu auf meinem Hercules eCafé EC-800 von der Version 10.04 Lucid Lynx auf 10.10 Maverick Meerkat erneuert und zumindest bilde ich mir ein, dass jetzt alles schneller, neuer und viel schöner ist.
Das Update unter Lubuntu funktioniert ebenso einfach und relativ problemlos wie unter Ubuntu selbst. Wenn der Update-Manager installiert ist, kann man folgenden Befehl im Terminal eingeben, oder man drückt die Tasten ALT + F2 um den Befehl zum Ausführen einzufügen:
update-manager -d
Das -d steht dabei für die nächste Version, die sich noch in Entwicklung befindet und bedeutet devel-release. Nach dem erscheinen der Entwicklungsversion, also für Maverick Meerkat seit dem 10.10. sollte man die Option -c verwenden, das für check-dist-upgrades steht. Im oberen Bereich des neuen Fensters erscheint dann ein Button, der die Aktualisierung anbietet.
Alternativ kann man die Ubuntu-Version direkt in der Datei /etc/apt/sources.list ändern und das Upgrade dann mit Apt ausführen:
sudo sed -i 's/lucid/maverick/g' /etc/apt/sources.list
sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade |
sudo sed -i 's/lucid/maverick/g' /etc/apt/sources.list
sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade
Hat man fremde Paket-Quellen in die Datei sources.list eingetragen, sollte man sie sicherheitshalber vorher auskommentieren, um eventuelle Probleme beim Upgrade zu vermeiden.
Die Aktualisierung kann eine ganze Weile dauern, etwa ein bis zwei Stunden, lohnt sich aber aus meiner Sicht unbedingt für dieses kleine Netbook.
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24. September 2010 von Christian Imhorst
Bei der Live-Installation von Lubuntu gibt es leider keine Möglichkeit, wenigstens das eigene Homeverzeichnis zu verschlüsseln. Da es auch keine Alternate-Variante gibt, bei der man während der Installation ein verschlüsseltes LVM einrichten kann, muss man eben sein bestehendes Homeverzeichnis nach der Installation verschlüsseln. Das ist zwar ein bisschen aufwendiger, aber auch machbar.
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16. September 2010 von Christian Imhorst
Auch die Installation von Lubuntu 10.04 stellt bis auf das Einsetzen der speziell angepassten xorg.conf auf dem Hercules eCafé EC-800 kein Problem dar. In der Programmauswahl geht Lubuntu einen etwas anderen Weg als andere Ubuntu-Derivate. Als Webbrowser ist beispielsweise Chromium vorinstalliert, Abiword als Textverarbeitung und Sylpheed als E-Mail Client. Lubuntu zielt halt auf ältere bzw. schwächere Hardware ab, und aus letzterem ist das EC-800 gebaut.
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Geschrieben in Gnu/Linux | Kommentare deaktiviert für Lubuntu auf dem Hercules EC-800 mit Dropbox
5. September 2010 von Christian Imhorst
Dieser Artikel erschien erstmals in freiesMagazin 09/10: Vergleicht man Symbian mit neueren Betriebssystemen für Smartphones, wirkt es doch recht altbacken. Böse Zungen behaupten sogar, dass es das Windows 98 der mobilen Betriebssysteme sei, weil die Oberfläche seit gefühlten 10 Jahren gleich aussieht. Die Unterstützung von Open-Source-Software ist bei Symbian allerdings vorbildlich modern. Zum einen ist das Betriebssystem selbst mittlerweile Open Source [1] und zum anderen werden etliche Werkzeuge an die Hand gegeben, um freie Software zu schreiben. Eines dieser Werkzeuge heißt Python, das Nokia 2005 auf die S60-Plattform portiert hat. Da die Einarbeitungszeit für Programmieranfänger kürzer ist als in C++, kann man schnell lauffähige Programme entwickeln, die durch Module flexibel erweiterbar sind. Es ist die perfekte Gelegenheit für Freunde von GNU/Linux, Solaris oder einem BSD-System, eigene Programme zu schreiben und ihr Handy für ein größeres Aufgabengebiet fit zu machen.
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Geschrieben in Gnu/Linux, Python | Kommentare deaktiviert für Symbian für Schlangenbeschwörer
4. Juli 2010 von Christian Imhorst
Die freie Programmbibliothek zlib zum Komprimieren und Dekomprimieren von Daten mit dem Deflate-Algorithmus ist in Python 2.5 standardmäßig deaktiviert. Damit Python 2.5 Zlib wieder unterstützt, muss man vor dem Kompilieren configure mit der entsprechenden Flag ausführen. Dazu braucht es aber ein bisschen Vorarbeit:
Das Paket zlib-dev muss installiert sein. Nur darin ist die Header-Datei des Zlib-Projekts enthalten, die man dringend benötigt. Auch wenn Zlib selbst schon installiert ist, benötigt man die Projektdateien. Bei Debian-basierten Distributionen wie Ubuntu ist das Paket schnell installiert.
sudo apt-get install zlib1g-dev |
sudo apt-get install zlib1g-dev
Nach der Installation findet man die Header-Datei im Verzeichnis /usr/include/zlib.h. Jetzt wechselt man in das Verzeichnis mit den Quelldateien von Python 2.5 und führt configure mit der entsprechenden Flag aus:
./configure --with-zlib=/usr/include |
./configure --with-zlib=/usr/include
Danach kompiliert man ganz normal mit make && sudo make install weiter (oder, wer möchte, mit checkinstall).
Geschrieben in Gnu/Linux, Python | Kommentare deaktiviert für Wie man Python 2.5 mit Zlib kompiliert
13. Juni 2010 von Christian Imhorst
Seit einigen Tagen habe ich den aktuelle Ubuntu Netbook Remixe (UNR) 10.04 auf meinem Hercules eCafé EC-800 installiert, und es läuft ganz gut. Allerdings muss man, wie unter Xubuntu, ein paar Kompromisse schließen.
Auch beim Netbook Remix benötigt man eine speziell angepasste xorg.conf, damit die Grafikkarte richtig angesprochen wird und die Auflösung die gewünschten 800×480 Pixel hat.
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Geschrieben in Gnu/Linux | Kommentare deaktiviert für Mit Ubuntu Netbook Remix und MPlayer Youtube-Videos auf dem Hercules EC-800 gucken
20. Mai 2010 von Christian Imhorst
Formate gibt es für E-Books reichlich. Da kann es auch mal vorkommen, dass eigentlich gängige Formate auf E-Book-Readern oder E-Book-Reader-Software fehlen. Das Kindle von Amazon zum Beispiel unterstützt weder PDFs noch das EPUB-Format. Calibre, ein plattformunabhängiges Programm zur Verwaltung und Konvertierung von E-Books, kann hier abhelfen, da das Programm nahezu jedes beliebige Format konvertiert. Dabei hilft Calibre aber nicht nur Besitzern des Kindles. Die Software erkennt auch den Sony-Reader, das BeBook, aber auch das iPhone und Android-Smartphones und kann Bücher auf diese Geräte übertragen. Eine erste Bibliothek könnte beispielsweise mit Büchern von Galileo Press starten, die 25 IT-Fachbücher zum Download anbieten.
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Geschrieben in Gnu/Linux | Kommentare deaktiviert für E-Books erstellen mit Calibre
1. Mai 2010 von Christian Imhorst
Ab heute kann man mein Buch Die Anarchie der Hacker als E-Book [html|pdf|epub] frei unter einer Creative Commons-Lizenz lesen, kopieren, verschicken und verändern, wenn man mag. Nach etwa 5 Jahren konnte ich mit dem Tectum Wissenschaftsverlag eine fantastische neue Vereinbarung schließen: Der Verlag hat des alleinige Recht, die deutsche Druckausgabe zu vertreiben, die digitale Ausgabe ist aber unter einer CC-Lizenz frei verfügbar. Wenn es die Neuauflage einmal geben wird, wird das E-Book gleich unter dieser Lizenz veröffentlicht werden. Ich hoffe, dass alle, die das Buch noch nicht kennen, viel Spaß beim Lesen haben werden, denn wie heißt es so schön:
Wie anarchistisch ist die Hackerethik? Warum bezeichnet sich Richard Stallman, eine der herausragendsten Figuren der Freien-Software-Bewegung, selbst als Anarchist? Wir dürfen uns die Anarchisten der freien Software nicht klischeehaft als Chaoten mit zerzausten Haaren, irrem Blick und Armen voller Bomben vorstellen. Ganz im Gegenteil: Sie fordern eine neue Ordnung des geistigen Eigentums im Sinn der Hackerethik – Der Zugriff auf Wissen soll frei, dezentral, antibürokratisch und antiautoritär sein.
Geschrieben in Publikationen | Kommentare deaktiviert für Free as in Freedom: Die Anarchie der Hacker