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Digittrade DVB-T Stick mit sidux 2008-03 nutzen

9. Oktober 2008 von Christian Imhorst

Wenn ich unter sidux 2008-03 mit Kernel 2.6.26 die Treiber von der DVB-T-Stick kompilieren will, bricht make mit folgender Fehlermeldung ab:

/home/christian/Treiber/af9015-74e494a94960/v4l/ivtv-i2c.c: 
In function 'ivtv_i2c_register':
/home/christian/Treiber/af9015-74e494a94960/v4l/ivtv-i2c.c:171: 
error: 'struct i2c_board_info' 
has no member named 'driver_name'
make[3]: *** [/home/christian/Treiber/af9015-74e494a94960/v4l/ivtv-i2c.o] Error 1
make[2]: *** [_module_/home/christian/Treiber/af9015-74e494a94960/v4l] Error 2

Wobei man das Problem auch mit anderen Dristibutionen haben kann, die einen Kernel >= 2.6.22 nutzen. Um also einen DVB-T Stick mit AF9015-Chipsatz unter sidux zu nutzen, sollte man sich diesen Treiber herunterladen, entpacken und kompilieren.

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Bloggen für Java und Impressumspflicht

7. Oktober 2008 von Christian Imhorst

Gerade als ich ausnahmsweise mal wieder kurz bei Golem.de vorbeischaue fallen mir zwei interessante Artikel auf. Der erste sagt, dass es WordPress nun auch in Java gibt. Die Firma Numiton hat mit ihrem Portierungswerkzeug nTile PtoJ den PHP-Code in Java übersetzt und nennt das Resultat nWordPress. Die Idee ist gut, vor allem wenn man in einem großen deutschen Unternehmen im Intranet ein modernes Content Management System (CMS) einsetzen möchte, aber an den Mikrosoft zertifizierten Systemadministratoren scheitert. Häufig können oder wollen die nämlich nicht Skriptsprachen wie Perl, PHP oder Python auf ihren Windowsservern installieren. Java ist aber in der Regel vorhanden.

Der zweite Artikel berichtet über den Leitfaden zur Impressumspflicht herausgegeben vom Bundesjustizministerium. Mit dem Leitfaden will das Ministerium Abmahnungen vermeiden und mehr Rechtssicherheit schaffen. Allerdings soll er nur als Orientierungshilfe dienen, rechtsverbindlich ist er leider nicht. Trotzdem eine Pflichtlektüre für Menschen, die im Internet veröffentlichen.

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Das Acer Aspire 2920 und Linux

7. Oktober 2008 von Christian Imhorst


Dieser Artikel ist erstmals erschienen im
freiesMagazin 10/2008 Oktober. Ausgabe 10/2008 als PDF herunterladen.

Die am häufigsten gestellte Frage beim Kauf neuer Hardware ist die, ob das Objekt der Begierde auch von Linux unterstützt wird. Hier sind die meisten auf Erfahrungsberichte von Linuxnutzern aus dem Internet oder auf die Hardwarekompatibilitätslisten verschiedener Linuxdistributionen angewiesen. Eine weitere Möglichkeit ist es, Hardware mittels einer Live-CD auf Linuxtauglichkeit zu testen.

Hardware

Das Aspire 2920-3A2G32M von Acer zählt mit seinen 12,1 Zoll und knappen 2 Kilo Gewicht zu den Subnotebooks, spart dabei aber nicht an Ausstattung, was ganz nebenbei erklärt, warum es so dick ist. Es besitzt einen Intel Dual Core T5450 mit je 1,66 GHz, 2 GB Arbeitsspeicher, eine HDA 82801H-On-Board-Sound, hinter dem sich ein Realtek ALC268-Chip verbirgt und eine Intel GM965-Grafikkarte. Da die Karte direkt in das Mainboard integriert ist, kann sie nicht so viel leisten, weshalb das Notebook eher nichts für Fans von 3-D-Spielen ist. Der WLAN-Chip PRO/Wireless 4965 AG ist ebenfalls von Intel, die Netzwerkkarte ist eine BCM5787M von Broadcom. Die SATA-Festplatte hat großzügige 290 GB. Das Display zeigt 1280×800 Pixel und ist nicht entspiegelt; Ausleuchtung, Brillanz und Helligkeit sind aber gut. Das Gehäuse ist komplett aus Plastik und im Gemstone-Design, weshalb helles Grau und viele runde Formen das Aussehen bestimmen. Außerdem gehören noch ein nicht gerade leiser DVD-Brenner, ein 5-in-1-Kartenleser und eine Webcam zur Ausstattung. Der Preis des Notebooks liegt zwischen 700 und 800 Euro, doch dafür bekommt man ein flottes Arbeitstier, das beim normalen Betrieb auf der Unterseite nur handwarm wird und einen leisen Lüfter hat. Der Akku hält im Normalbetrieb etwa 2 Stunden durch, dabei verbraucht das Notebook etwa 18 bis 20 W. Mit Stromsparmaßnahmen wie WLAN ausschalten, Helligkeit herunterregeln und Powertop kann man ca. 2 bis 3 W einsparen und der Rechner läuft etwas länger. Die integrierten Lautsprecher klingen leider wie ein Küchenradio, dafür bringt aber der analoge Kopfhöreranschluss einen hervorragenden Sound, mit dem Musik hören wirklich Spaß macht.

Ausführlicher Test mit Ubuntu

Beim ersten Test mit der Live-CD von Ubuntu 8.04 ,,Hardy Heron“ merkt man, dass die meiste Hardware vom 2.6.24er-Kernel unterstützt wird. Netzwerkkarte und WLAN werden gleich erkannt, das Display zeigt die richtige Auflösung an und Compiz wird standardmäßig aktiviert. Sound klappt ohne Probleme. Mit dem Lautstärkeregler (das Rädchen neben den Buchsen für Lautsprecher und Mikrofon) kann man ihn lauter und leiser stellen. In der Standardeinstellung von ALSA ist der Sound ein bisschen zu leise, mit dem Befehl alsamixer im Terminal kann man die einzelnen Kanäle weiter aufdrehen. Um die Boxen stumm zu schalten, wenn man einen Kopfhörer anschließt, muss man nach der Installation die Datei /etc/modprobe.d/alsa-base um folgende Zeile ergänzen:

options snd-hda-intel model=acer

Bluetooth kann man über die entsprechende Schnellstarttaste ein- und ausschalten und auch die anderen Schnellstarttasten funktionieren ebenso einwandfrei wie die Funktionstasten. Der Ruhezustand macht eigentlich keine Probleme, außer dass der Sound nach dem Aufwachen weg ist. Aber da kann man nach der Installation etwas machen (siehe Artikel ,,Das stille Erwachen“, freiesMagazin 06/2008 (Link)). Das Touchpad inklusive Scrollen funktioniert ebenfalls einwandfrei, es lässt sich sogar per Fn + F7 ein- und ausschalten, falls man mal nur eine USB-Maus benutzen möchte. Die Crystal-Eye-Webcam liefert ein etwas grünstichiges Bild.

Das integrierte Mikrofon läuft nicht auf Anhieb, dazu muss man zuerst das Paket module-assistant installieren und dann das ALSA-Modul neu kompilieren und wieder laden:

m-a update
m-a prepare
m-a a-i alsa
alsa force-unload
depmod -ae
modprobe snd-hda-intel

Der S-Video-Ausgang funktioniert gar nicht, der VGA-Ausgang dagegen schon. Mit Suspend gibt es auch Probleme: Das Notebook legt sich zwar schlafen, wacht aber nicht wieder auf. Das Problem hat man auch bei anderen auf Debian basierenden Distributionen, wie der Sidux-Live-CD, während sich das Notebook bei openSUSE gar nicht erst schlafen legt, sondern den Vorgang mit einer Fehlermeldung abbricht. Wenn man aber das Programm Hibernate installiert hat, kann man das Notebook mit dem Befehl

hibernate-ram

ganz normal in den Suspend schicken und wieder aufwachen lassen.

Die WLAN-LED leuchtet unter Ubuntu 8.04 erst in einem zarten Orange, nachdem man die Backport-Module linux-backports-modules-hardy von Hardy installiert hat und anschließend das WLAN-Modul ent- und wieder geladen hat:

rmmod iwl4965
modprobe iwl4965

Kurztests mit anderen Distributionen

Welche Distribution man verwendet, ist normalerweise Geschmackssache. Beim Tauglichkeitstest mit Live-CDs von Linux-Distributionen und OpenSolaris ergibt sich daher folgendes Bild:

OpenSolaris
LAN Funktioniert nicht, da OpenSolaris keinen Treiber für die Netzwerkkarte BCM5787M dabei hat. Den erhält man von Broadcom (Link).
WLAN Funktioniert auf Anhieb, auch WPA-PSK.
Grafik Funktioniert, richtige Auflösung wird angezeigt. Compiz stürzt aber ab.
Sound Funktioniert nicht. Dazu muss man das Open Sound System (OSS) mit dem richtigen Treiber installieren (Link).
Bemerkungen ACPI funktioniert nicht, damit auch kein Suspend und kein Ruhezustand. Das Touchpad wird zwar erkannt, aber scrollen kann man damit nicht.
sidux 2008-2
LAN Funktioniert ohne besonderes Zutun.
WLAN Karte wird erkannt, es lässt sich aber ohne Firmware keine Verbindung herstellen.
Grafik Funktioniert ohne besonderes Zutun.
Sound Funktioniert ohne besonderes Zutun.
Bemerkungen Firmware der WLAN-Karte (firmware-iwlwifi aus non-free) muss noch installiert werden.
Mandriva One 2008.1, openSUSE 11.0, Fedora 9
LAN Funktioniert ohne besonderes Zutun.
WLAN Funktioniert, WPA-PSK lässt sich einrichten.
Grafik Funktioniert ohne besonderes Zutun.
Sound Funktioniert ohne besonderes Zutun.
Bemerkungen Gute Unterstützung der Hardware.

Fazit

Das Acer Aspire 2920 ist linuxtauglich und mit Einschränkungen kann man sogar OpenSolaris darauf installieren. Sieht man mal von den Problemen mit Suspend und S-Video-Out ab, dann ist die Hardware mit ein bisschen Nacharbeit voll einsetzbar.

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freiesMagazin 10/2008 erschienen

6. Oktober 2008 von Christian Imhorst

Auch diesen Monat gibt es wieder eine ein spannendes freiesMagazin als (diesesmal extra-dicke) PDF- und HTML-Ausgabe für Mobilgeräte ohne und mit Bildern. Die aktuelle und alle bisher erschienenen Mobil-Ausgaben findet man übrigens unter http://freiesmagazin.de/mobil/.

  • Inhalte der neuen Ausgabe sind
  • TorrentFlux und Torrentflux-b4rt
  • Ubiquity – die Webkonsole im Firefox
  • Datensicherung mit rdiff-backup
  • at – ein (fast) vergessenes Helferlein
  • ASUS EeePC 1000H für Freunde des Chamäleons
  • PC-BSD – Was ist das eigentlich?
  • Ubuntu versus Arch Linux – ein Vergleich
  • uvm.

Außerdem gibt es den Artikel Das Acer 2920 und Linux von mir zum lesen.

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Sidux switch

4. Oktober 2008 von Christian Imhorst

Auf meinem Acer Aspire 2920 bin ich von Ubuntu zu Sidux gewechselt. Gründe dafür gibt es genügend, und es ist nicht alleine wegen der Kritik an Ubuntu, sondern vor allem wegen des Sidux-Projekts selbst. Sidux ist ein Betriebssystem, das aus Debians aktuellster unstable Version (Sid) gebaut wird. Normalerweise warnen Debian-Entwickler davor, Sid auf dem Desktop einzusetzen, weil es nicht stabil ist und sich kaputte Pakete in das System einschleichen können. Doch Sidux hilft einem dabei, sicher durch diese Untiefen zu segeln und verspricht, zu Debian voll kompatibel zu bleiben. Außerdem, und das gefällt mir noch am besten, wird Sidux von einer Gemeinschaft von Freiwilligen entwickelt. Es steht also keine Firma mit kommerziellen Interessen dahinter, sondern Entwickler, die schlicht und einfach das bestmögliche Betriebssystem schaffen wollen.

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Linpus Linux Lite mit neuem Installer

15. September 2008 von Christian Imhorst

Wie DistroWatch.com schon berichtet hat, gibt es mittlerweile eine Version der Linpus Lite LiveCD, die sich einfacher installieren lassen soll. Das Image heißt Linpus_Lite-i386-DVD.iso und kann nur direkt vom FTP-Server von Linpus heruntergeladen werden. Wie bei den anderen Images dauert der Download etwa 20 Stunden oder länger. Eine Bittorrent-Datei scheint es leider noch nicht zu geben.

Die Installation auf Festplatte ist leider nicht so schön gelöst, wie bei der Version Linpus Linux 9.6, wo nach dem Booten ein kleiner Starter sagt: „Install to Hard Drive“. Stattdessen wird man nur im Bootmenü darauf hingewiesen, dass diese Version der LiveCD leicht auf die Festplatte gespielt werden kann.

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Linpus Linux 9.6 installieren und einrichten

11. September 2008 von Christian Imhorst

Linpus Linux gibt es nicht nur als Lite-, sondern auch Vollversion. Die LiveCD 9.6 kann man außerdem auch als Torrent herunterladen, was den Download ziemlich beschleunigt.

Der Desktop tagsüber.

Der Desktop tagsüber.

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Wenn die Webcam nicht mit dem DVB-T-Stick will

27. August 2008 von Christian Imhorst


Dieser Artikel ist erstmals erschienen im
freiesMagazin 08/2008 August. Ausgabe 08/2008 als PDF herunterladen.

Manchmal ist es ganz schön ärgerlich: Gerade wenn man denkt, dass beim Notebook alles funktioniert, braucht man nur eine Kleinigkeit wie einen DVB-T-Stick installieren, und schon liefert die Webcam keine Bilder mehr. Obwohl der Stick mit EM28xx-, AF901x- oder einem anderen Chipsatz prima läuft, wird die Kamera nicht mehr erkannt. Durch das Kompilieren und Installieren der DVB-T-Treiber ist die Version von Video4Linux (v4l), durch die viele Webcams, TV-Karten und auch DVB-T-Sticks unterstützt werden, geändert worden und der Video-Treiber für die Webcam beharkt sich nun mit dem neuen Modul. Betroffen sind nicht nur Besitzer von externen USB-Kameras (USB Video Class, UVC), sondern auch Notebookbesitzer mit integrierten Webcams, die an einem USB-Port hängen.

Versucht man zum Beispiel das Modul für uvcvideo nachzuladen, damit die Kamera erkannt wird, erhält man folgende Fehlermeldung:

$ sudo modprobe uvcvideo
FATAL: Error inserting uvcvideo 
(/lib/modules/2.6.24-19-generic/ubuntu/media/usbvideo/uvcvideo.ko): 
Unknown symbol in module, or unknown parameter (see dmesg) 

Das Verzeichnis /lib/modules/2.6.24-19-generic/ubuntu/media/usbvideo/uvcvideo.ko sollte man sich merken, da man später das neu erstellte uvcvideo-Modul dahin kopieren muss. Man sieht hier, wo sich die Datei bei Ubuntu 8.04 „Hardy Heron“ befindet, bei anderen Distributionen kann das Verzeichnis abweichen. Schaut man dann mit dmesg nach, wo der Hase begraben liegen soll, bekommt man unter anderem folgende Antwort:

[  938.937194] uvcvideo: Unknown symbol video_unregister_device
[  938.937400] uvcvideo: disagrees about version of symbol video_device_alloc
[  938.937404] uvcvideo: Unknown symbol video_device_alloc
[  938.937543] uvcvideo: disagrees about version of symbol video_register_device
[  938.937547] uvcvideo: Unknown symbol video_register_device
[  938.937955] uvcvideo: disagrees about version of symbol video_device_release
[  938.937958] uvcvideo: Unknown symbol video_device_release

Demnach gibt es also Unstimmigkeiten über eine Symbolversion zwischen den Video-Modulen. Dagegen kann man etwas machen, nämlich die Quellen des UVC-Treibers neu kompilieren und installieren. Dafür muss man das Quellarchiv von der Projekt-Website [1] herunterladen, oder, falls Subversion installiert ist, im Terminal folgendes eingeben:

svn checkout svn://svn.berlios.de/linux-uvc/linux-uvc/trunk

Nachdem man mit cd trunk in das Quellcode-Verzeichnis gewechselt ist, kann man zum erstenmal make aufrufen. Dieser erste Aufruf wird aber voraussichtlich mit Warnungen und Fehlern abbrechen, wie im Beispiel zu sehen ist:


$ ~/trunk$ make
Building USB Video Class driver...
make[1]: Betrete Verzeichnis ‘/usr/src/linux-headers-2.6.24-19-generic’
  CC [M]  /home/christian/trunk/uvc_driver.o
In Datei, eingefügt von /home/christian/trunk/uvcvideo.h:7,
                 von /home/christian/trunk/uvc_driver.c:40:
/home/christian/trunk/uvc_compat.h:137:1: Warnung: »V4L2_CTRL_CLASS_CAMERA«
redefiniert
In Datei, eingefügt von include/linux/videodev.h:16,
                 von /home/christian/trunk/uvc_driver.c:31:
include/linux/videodev2.h:798:1: Warnung: dies ist die Stelle der vorherigen Definition
In file included from /home/christian/trunk/uvcvideo.h:7,
                 from /home/christian/trunk/uvc_driver.c:40:
/home/christian/trunk/uvc_compat.h:140:
Fehler: Verschachtelte Redefinition von »enum v4l2_power_line_frequency«
/home/christian/trunk/uvc_compat.h:140:
Fehler: Redeklaration von »enum v4l2_power_line_frequency«
/home/christian/trunk/uvc_compat.h:141:
Fehler: Redeklaration von Aufzählung »V4L2_CID_POWER_LINE_FREQUENCY_DISABLED«
include/linux/videodev2.h:874:
Fehler: Vorherige Definition von »V4L2_CID_POWER_LINE_FREQUENCY_DISABLED«
war hier /home/christian/trunk/uvc_compat.h:142:
Fehler: Redeklaration von Aufzählung »V4L2_CID_POWER_LINE_FREQUENCY_50HZ«
include/linux/videodev2.h:875:
Fehler: Vorherige Definition von »V4L2_CID_POWER_LINE_FREQUENCY_50HZ« war hier
/home/christian/trunk/uvc_compat.h:143:
Fehler: Redeklaration von Aufzählung »V4L2_CID_POWER_LINE_FREQUENCY_60HZ«
include/linux/videodev2.h:876:
Fehler: Vorherige Definition von »V4L2_CID_POWER_LINE_FREQUENCY_60HZ« war hier
/home/christian/trunk/uvc_compat.h:155:
Fehler: Verschachtelte Redefinition von »enum v4l2_exposure_auto_type«
/home/christian/trunk/uvc_compat.h:155:
Fehler: Redeklaration von »enum v4l2_exposure_auto_type«
/home/christian/trunk/uvc_compat.h:156:
Fehler: Redeklaration von Aufzählung »V4L2_EXPOSURE_MANUAL«
include/linux/videodev2.h:1077:
Fehler: Vorherige Definition von »V4L2_EXPOSURE_MANUAL« war hier
/home/christian/trunk/uvc_compat.h:157:
Fehler: Redeklaration von Aufzählung »V4L2_EXPOSURE_AUTO«
include/linux/videodev2.h:1076:
Fehler: Vorherige Definition von »V4L2_EXPOSURE_AUTO« war hier
/home/christian/trunk/uvc_compat.h:158:
Fehler: Redeklaration von Aufzählung »V4L2_EXPOSURE_SHUTTER_PRIORITY«
include/linux/videodev2.h:1078:
Fehler: Vorherige Definition von »V4L2_EXPOSURE_SHUTTER_PRIORITY« war hier
/home/christian/trunk/uvc_compat.h:160:
Fehler: Redeklaration von Aufzählung »V4L2_EXPOSURE_APERTURE_PRIORITY«
include/linux/videodev2.h:1080:
Fehler: Vorherige Definition von »V4L2_EXPOSURE_APERTURE_PRIORITY« war hier
make[2]: *** [/home/christian/trunk/uvc_driver.o] Fehler 1
make[1]: *** [_module_/home/christian/trunk] Fehler 2
make[1]: Verlasse Verzeichnis ‘/usr/src/linux-headers-2.6.24-19-generic’
make: *** [uvcvideo] Fehler 2

Welche Fehler- und Warnmeldungen erscheinen hängt vom verwendeten Kernel ab. Man braucht diese Meldungen als Hinweis, um die Datei „uvc_compat.h“ bearbeiten zu können. Die öffnet man dafür in seinem Lieblingseditor und sucht nach dem ersten Eintrag, z.B. „v4l2_power_line_frequency“, um den dann komplett mit Kommetarzeichen (/* … */) zu versehen oder man löscht ihn am besten gleich ganz:

/* #define V4L2_CID_POWER_LINE_FREQUENCY		(V4L2_CID_BASE+24)
enum v4l2_power_line_frequency {
	V4L2_CID_POWER_LINE_FREQUENCY_DISABLED	= 0,
	V4L2_CID_POWER_LINE_FREQUENCY_50HZ	= 1,
	V4L2_CID_POWER_LINE_FREQUENCY_60HZ	= 2,
}; */

Mit den anderen Fehlern und Warnungen wird genauso verfahren und anschließend die Datei gespeichert. Damit beim erneuten Aufruf von make die korrekten Symbolversionen der Module beim Kompilieren erzeugt werden, benötigt man die Datei „Module.symvers“ aus dem Quellcode-Archiv des DVB-T-Sticks. Wenn man zum Beispiel einen Stick mit AF901x-Chipsatz hat, findet man die Datei im Verzeichnis „af9015*/v4l/Module.symvers“ und kopiert sie in das UVC-Verzeichnis. Erst danach kann man make ausführen. Dabei sollte es sauber durchkompilieren und das Modul „uvcvideo.ko“ erzeugen.

Danach muss noch das alte Modul durch das neue ersetzt werden. Mit dem Befehl install wird die Datei kopiert und dabei mit -m644 die passenden Attribute gesetzt. Anschließend sucht man mit Depmod nach Abhängigkeiten zwischen den Kernelmodulen.

sudo install -v -m644 uvcvideo.ko \
/lib/modules/$(uname -r)/kernel/ubuntu/media/usbvideo/uvcvideo.ko
sudo depmod -ae

Bei anderen Distributionen als Ubuntu muss man sich nochmal das Verzeichnis in Erinnerung rufen, das bei der Fehlermeldung weiter oben angezeigt wurde und den Befehl entsprechend ändern. Danach sollte man das Modul fehlerfrei mit

sudo modprobe uvcvideo 

laden können.

Falls der eben beschriebene Weg fehlschlägt, kann man noch folgendes probieren: Anstatt ins Quellcodeverzeichnis des UVC-Treibers kann man die Datei „Module.symvers“ direkt nach „/lib/modules/$(uname -r)/build/Module.symvers“ kopieren (nachdem man natürlich von der Orginaldatei dort eine Sicherungskopie angelegt hat), um dann mit make zu kompilieren. Das sollte dann funktionieren.

Link:
[1] http://linux-uvc.berlios.de

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Das stille Erwachen — Nach dem Ruhezustand ist bei Hardy plötzlich der Ton weg.

27. August 2008 von Christian Imhorst


Dieser Artikel ist erstmals erschienen im
freiesMagazin 06/2008 Juni. Ausgabe 06/2008 als PDF herunterladen.

„High Definition Audio“ (HDA) ist eine Spezifikation für Audio-Chips, die 2004 von Intel eingeführt wurde. Sie sagt noch nichts weiter über den Chip selbst aus, außer, dass er gewisse Mindestanforderungen erfüllen muss. [1] Bei Gnu/Linux wird der Chip vom ALSA-Kernel-Modul „snd-hda-intel“ angesteuert. Da es sich aber bei HDA-Intel um eine ganze Reihe von Soundchips handelt, die alle nur einen gewissen Standard erfüllen müssen, und die teilweise gar nicht oder nur lückenhaft dokumentiert sind, kann es zu Problemen mit den freien Treibern kommen. Aktuell stellen viele Notebookbesitzer fest, dass sie nach dem Upgrade auf Ubuntu Hardy Heron keinen Sound mehr haben, wenn der Rechner aus dem Ruhezustand erwacht. Der Chip selbst funktioniert eigentlich problemlos, aber nur bis zu einem Power-on-Standby, Suspend-to-Ram oder Suspend-to-Disk. Danach bleibt er stumm, wird aber vom System als aktiv erkannt.

Normalerweise hört man beim Aufwachen ein leises kurzes Knacken, so wie man das auch beim Hochfahren des Rechners hören kann, was zeigt, dass der Chip am Start ist. Das fällt beim Kernel 2.6.24-16 leider weg. Mit Gutsy Gibbon lief der Sound daher noch wunderbar, seit Hardy werden die Module zwar alle geladen und „lspci“ zeigt den Soundchip auch als aktiv an, doch die Boxen bleiben stumm. Ein kleines Workaround schafft hier Abhilfe. [2]
Wenn man wissen möchte, ob im eigenen Notebook überhaupt ein HDA-Chip verbaut worden ist, dann kann man sich das mit „cat /proc/asound/cards“ anschauen:

$ cat /proc/asound/cards 
 0 [Intel          ]: HDA-Intel - HDA Intel
                      HDA Intel at 0xfc200000 irq 23

Um genau zu erfahren, um welchen Chip es sich handelt, braucht man jedoch den Befehl „aplay -l“:

$ aplay -l 
**** Liste von PLAYBACK Geräten ****
Karte 0: Intel [HDA Intel], Gerät 0: ALC268 Analog [ALC268 Analog]
  Untergeordnete Geräte: 1/1
  Untergeordnetes Gerät '0: subdevice #0

In meinem Acer Aspire 2920 befindet sich also der ALC268-Chip. Jetzt braucht man den Modelltyp für den „sound-hda-intel“-Treiber, den man mit

$ zless /usr/share/doc/alsa-base/driver/ALSA-Configuration.txt.gz

herausfinden kann. In der Datei scrollt man solange herunter, bis man auf den Namen des Chips stößt. In meinem Fall ist das hier der relevante Eintrag:

        ALC268
          3stack        3-stack model
          toshiba       Toshiba A205
          acer          Acer laptops
          dell          Dell OEM laptops (Vostro 1200)
          zepto         Zepto laptops
          test          for testing/debugging purpose, almost all controls can
                        adjusted.  Appearing only when compiled with
                        $CONFIG_SND_DEBUG=y
          auto          auto-config reading BIOS (default)

Der Chip wurde demnach unter anderem in Laptops von Toshiba, Dell und Acer verbaut. Für mich ist „acer“ die wichtige Information. Der Modelltyp soll helfen, dass das Modul in Zukunft korrekt geladen wird. Folgende Zeile muss dazu in die Datei „/etc/modprobe.d/snd-hda-intel.modprobe“, die man extra zu diesem Zweck neu erstellt, und am Ende der Datei „/etc/modprobe.d/alsa-base“ eingetragen werden:

options snd-hda-intel model=acer

Wenn man die Dateien ändert, braucht man Root-Rechte. In Hardy Heron muss man seinen Lieblingseditor als Superuser mit „sudo“ starten, damit man die entsprechenden Rechte hat. Als Superuser muss man auch noch die Datei „/etc/default/acpi-support“ bearbeiten und „alsa“ an der richtigen Stelle eintragen:

# Add services to this list to stop them before suspend and restart them in
# the resume process.
STOP_SERVICES="alsa"

Dann den Computer neu starten und schon sollte der Sound auch nach dem Standby oder dem Ruhezustand normal funktionieren.

Links:
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/High_Definition_Audio_Interface
[2] http://forum.ubuntuusers.de/topic/168596/?p=1413426

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Gnu/Linux in Öffentlichen Bibliotheken

25. August 2008 von Christian Imhorst

Warum sollte man Gnu/Linux in Öffentlichen Bibliotheken einsetzen? Dazu gibt es ein sehr gutes Thesenpapier von Roger Evans von der Deichmanske Bibliotek in Oslo; ein Vortrag, den er bereits 2005 auf der World Library and Information Congress: 71st IFLA General Conference and Council gehalten hat: Bereitstellung peppiger Dienste und solider Unterstützung mit Open-Source-Software. Sein These ist klar, einfach und stimmt:

Die Verwaltung immer knapper werdender Mittel verlange, dass Bibliothekarinnen und Bibliothekare die Kosten für ihre IT, also für Web- und Internetdienste, Anschaffung neuer Computer, Datenbanken etc. überdenken müssen. Man könne zwar ein Jahr lang sein begrenztes und ständig schrumpfendes Bücherbudget dafür plündern, müsse aber auch sehen, dass im nächsten Jahr häufig wieder Lizenz- und andere Folgekosten für die proprietäre Software anfallen.

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